Walldorf. Erfrischend in jeder Hinsicht und, wie angekündigt, „ungefiltert“ ist die Veranstaltung auf dem Marktplatz in Walldorf verlaufen. So gab es schönes trockenes Wetter, aber auch allzu erfrischende Regenfälle, bunt gemischte Musik und ebenso bunt gemischte Gespräche, zustimmende Äußerungen der Besucher, aber auch breite Diskussionen untereinander über die Themen, die Walldorf berühren.

Die Musikband zog weitere Zuhörer an. Auch die Plakate in der Stadt hatten bewirkt, dass Frauen und Männer im zeitlichen Wechsel zu dem Angebot „Nicole Marmé ungefiltert“ kamen, um sich mit ihr auszutauschen, Schwerpunkte ihres Wahlprogramms zu erfahren und Anregungen im persönlichen Kontakt vorzubringen.

Nicole Marmé verwies in ihrer Ansprache auf fast 5.000 Bürgergespräche und Haustürbesuche, auf ihre Präsenz an Infoständen und auf die Fülle von Terminen bei Vereinen und Einrichtungen. „Was ich an persönlichem Einsatz habe geben können, das habe ich gegeben. Die Bürgerschaft sollte frühzeitig sehen, mit wem sie es zu tun hat: jemand, der Arbeit und Einsatz nicht scheut“, so die Kommunalpolitikerin. „Ich will und suche die Nähe zu den Bürgerinnen und Bürgern. Denn es sind die Menschen, die diese Stadt ausmachen.“

Dadurch und auch durch die Meinungsumfrage über ihre Webseite habe sie ein gutes Bild davon bekommen, was die Menschen bewegt und was sie sich für Walldorf wünschen. Das alles sei in das Bürgerprogramm, das auf der Webseite veröffentlicht ist, eingeflossen, so die Kandidatin. 

Aus diesem Bürgerprogramm griff sie bei dem „Bürgertreff“ auf dem Marktplatz neun Schwerpunkte heraus und definierte somit ihre Hauptbotschaften. Für sie soll Walldorf soll eine Stadt sein, in der die Zufriedenheit der Bürgerinnen und Bürger im Fokus stehe.

Dazu gehöre eine bürgernahe Verwaltung. Alle Prozesse und Rahmenbedingungen, beispielsweise Öffnungszeiten, müssen auf Bürgerfreundlichkeit überprüft werden. Hier könne und müsse die Digitalisierung eine wichtige Rolle spielen. Auch plädiere sie für eine familienfreundliche Verwaltung, mit flexiblen Arbeitszeiten und Homeoffice-Möglichkeiten

„Ich stehe für eine sinnvolle Bürgerbeteiligung und transparente Entscheidungen, da diese nur so von möglichst vielen akzeptiert und umgesetzt werden. Außerdem können aus der Bürgerbeteiligung viele gute Ideen kommen, die sonst vielleicht untergehen.“

Bei ihrer Umfrage lagen an vorderster Stelle eine objektive, faire Amtsführung und eine Gleichbehandlung aller Bürgerinnen und Bürger. Dafür sei es ein großer Vorteil, dass sie von „außerhalb“ Walldorfs komme. Als „Neue“ ohne feste Walldorfer Netzwerke und jahrelange Verbindungen und Beziehungen habe sie die Möglichkeit, alle Vorgänge unvoreingenommen zu bewerten und bei Bedarf zu ändern. 

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