Die Ausbreitung des Corona-Virus hat zu vielen notwendigen Einschränkungen des öffentlichen Lebens geführt, die viele wirtschaftliche Bereiche bereits sehr stark getroffen haben und trotz erster Lockerungen noch treffen werden. Da die einzelnen Branchen ganz unterschiedlich stark betroffen sind, ist es schwierig, allen Bedürfnissen, Sorgen und Nöten gerecht zu werden. Die Stadt hat schon sehr früh reagiert, bspw. durch zinslose Stundungen von Forderungen. Jetzt sollen weitere Hilfsmaßnahmen eingeführt werden, von Gebührenbefreiungen (z.B. für die Außenbewirtschaftung) bis hin zur Auflage eines „Heidelberger-Solidaritäts-Gutscheins“, mit dem Sie gemeinsam mit der Stadt Ihren Lieblingsladen, -künstler oder -verein unterstützen können.

All diese Hilfen, die demnächst im Gemeinderat verabschiedet werden müssen, haben vorrauchsichtlich ein Volumen von bis zu 2,6 Mio. Euro. Obwohl dadurch die Schulden unserer Stadt weiter in die Höhe getrieben werden, stimmen wir diesem Hilfspaket zu, da die Maßnahmen richtig und wichtig sind.

Mindestens genauso wichtig wie öffentlichen Maßnahmen ist Ihre ganz persönliche Unterstützung. Während die Hauptstraße und die Neckarwiese wieder gut gefüllt sind, sind viele Läden (bspw. Kosmetik-Studios oder der Salzraum) und Praxen (bspw. Physiotherapie) immer noch kaum besucht, obwohl sich hier größte Mühe gegeben wird, das Infektionsrisiko äußerst gering zu halten. Überlegen Sie bitte, welche Geschäfte/ Praxen Sie normalerweise aufsuchen würden und falls Sie unsicher sind, rufen Sie einfach dort an und erkundigen Sie sich nach den Schutzvorkehrungen und wann es besonders leer ist.  

Die Gewerbetreibenden, Ärzte und Kulturschaffenden werden es uns danken, indem sie auch in Zukunft noch für uns da sind.  

Ihre Stadträtin
Prof. apl. Dr. Nicole Marmé

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