Liebe Heidelberginnen und liebe Heidelberger,

unsere Stadt ist weltweit für ihre Spitzenforschung bekannt. Dies wurde am vergangenen Freitag beim Festkolloquium zum 80. Geburtstags meines Doktorvaters und Habilitationsmentors Prof. Dr. Jürgen Wolfrum wieder mehr als deutlich. Wolfrum hat neben seinen eigenen herausragenden Leistungen viele Top-Wissenschaftler inspiriert und auf ihrem Weg begleitet. So die beiden Nobelpreisträger Prof. Dr. Stefan Hell (Chemie, 2014) und Prof. Dr. Wolfgang Ketterle (Physik, 2001), deren Festvorträge nicht nur viele KollegInnen und Wegbereiter, sondern auch hunderte Studierende begeisterte. Beide betonten auch ihre besondere Verbundenheit zu Heidelberg. Herr Prof. Dr. Ketterle ging auf das Bunsen-Gymnasium, studierte in Heidelberg und absolvierte eine Postdoc-Station bei Wolfrum. Ebenfalls einige Zeit in Heidelberg war Herr Prof. Dr. Hell und wir sind froh, dass er auch zukünftig in dem von ihm initiierten Innovationscampus „Heidelberg 4 Life“ zum wissenschaftlichen Renommee unserer Stadt beitragen wird.

Leider nimmt die Wissenschaft in der öffentlichen Wahrnehmung in unserer Stadt oft nicht die Rolle ein, die sie eigentlich verdienen würde. Insbesondere da die Zukunftsfähigkeit Heidelbergs ganz entscheidend auch von einer weiter erfolgreichen Spitzenforschung und Ausbildung junger Wissenschaftler abhängt. Auch in der kommunalpolitischen Arbeit kommt der Wissenschaft nicht der Stellenwert zu, der ihr in der Wissenschaftsstadt Heidelberg gebührt. Als CDU-Fraktion möchten wir dies ändern und haben deshalb die Integration der Wissenschaft in einen Ausschuss beantragt (Ausschuss für Wissenschaft, Wirtschaft und Konversion), damit auch diese Themen einen zentralen Platz in der Kommunalpolitik erhalten.

Ihre Stadträtin

Prof. apl. Dr. Nicole Marmé

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